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Moderne Methoden für die Bestimmung von Baumwurzeln

In der Vergangenheit wurden in der Praxis bei der Zuordnung von Baumwurzeln aus einem verstopften Kanal zu einem bestimmten Baum in der Nähe vor allem zwei Verfahren angewandt:

1: Das Richtungsverfahren, nach welchem derjenige Baum zum "Schuldigen" erklärt wurde, aus dessen ungefährer Richtung die Wurzeln zu kommen schienen. Dies ist eine sehr fehleranfällige Methode, da auf Grund der zahlreichen Hindernisse im Boden Wurzeln oft ihre Wachstumsrichtung ändern und deshalb häufig ohne erkennbare räumliche Beziehung zu ihrem Mutterbaum auftreten.

2. Das Morphologische Verfahren, bei welchem äußere Form und Farbe der Wurzeln als Anhaltspunkte für eine Zuordnung dienten. Auch hier wurden jedoch oft Fehler gemacht, da zum einen die Oberfläche der Wurzelrinde meist wenig Ähnlichkeit mit der Oberfläche der Ast- bzw. Stammrinde der zugehörigen Bäume zeigt; zum anderen erscheinen die Wurzeln verschiedenster Baumarten morphologisch oft sehr ähnlich.

Inzwischen gibt es jedoch für die Bestimmung der Zugehörigkeit von Wurzeln zu einem bestimmten Baum in der Nähe zwei modernere Verfahren:

3. Die mikroskopische Bestimmung verwendet feinstrukturelle Unterschiede im Aufbau von Holz und Rinde der Wurzeln als Kriterium. Sie erlaubt eine Unterscheidung zwischen verschiedenen Gattungen von Bäumen (d.h. zwischen z.B. Pappel und Eiche, nicht jedoch zwischen Schwarzpappel und Silberpappel), wobei diese Unterscheidung jedoch in der überwiegenen Zahl der Fälle vollkommen ausreicht.

4. Die molekularbiologische Bestimmung mittels "Genetischem Fingerabdruck" ist das neueste, aber aufwändigere Verfahren, welches auch die Unterscheidung zwischen verschiedenen Arten einer Gattung sowie zwischen verschiedenen Individuen derselben Art ermöglicht. Zudem ist dieses Verfahren zu fast 100% sicher, so dass es insbesondere auch für Gerichtsgutachten geeignet ist.